Portofolio von Martin Maghörndl (maghorn) 

Name: Martin Maghörndl

bis 1983 - Bad Ischl -
Elektroinstallateur

1983 - 2003 Salzburg -
Bundesheer

(Schwarzenberg Kaserne)

Zeit der Abenteuer - viel unterwegs, aber auch Zeitweise viel Freizeit.
Nach einigen annehmbaren Erfolgen im Orientierungslauf wechselte ich nach Knieverletzung zum Schießsport, wo ich in der Bereichsmeisterschaft gute Resultate erzielte.
Privat fing ich an, Ölgemälde zu produzieren. Die lange Trockenzeit der Ölfarben ist Fluch und Segen. Es dauert lange zur fertigstellung eines Bildes, ist aber toll, wenn man nach vielen Stunden noch ändern kann, was man gemacht hat und einem nicht mehr gefällt.
Ende der neunziger stieg ich um auf Airbrush. Die feine und genaue Arbeit, das experimentieren an neuen Techniken faszinierte mich lange Zeit.

Nach Hinterglas, Kohle, Aquarell und Ölfarben wurde es Zeit für die Meisterklasse - Airbrush. Wieder etwas "aber so was von" Anderes. Das schichtweise hervorbringen der Farbe, das arbeiten mit Masken bis hin zum "kratzen" der Haare, das hier doppelt so toll funktionierte. Die feinen Übergänge und soviel mehr. Kein Bild war vom Aufbau gleich, jedesmal durfte ich mir etwas neues einfallen lassen.

Meine Leidenschaft war schon immer der Fantasybereich. Das war nur nicht so wie heute. Kein "Herr der Ringe", Kein "Hobbit". Kein "World of Warcraft" ... nix. Nur "Das Schwarze Auge" für den Spieleabend, oder Spiele am Computer, die jedoch aus technischen Gründen grafikmäßig noch nichts zu bieten hatten. Was es gab, waren ... Bücher ... So bekam ich einige "Artbooks" in meine Finger, zum Beispiel von "Steve Fastner & Rich Larson" oder "Olivia de Berardinis" und erschuf, inspiriert von diesen, dann meine eigenen Welten.

Nach den malen auf Flächen ging es dann dem Rest der Welt an den Kragen. Ob Jacken, Helm oder Gitarre, alles bekam es mit meiner "Pistole" zu tun. Auch Stahlhelm, Polstersessel und einiges mehr wurden zum Kunstobjekt umgestaltet.
Das Malen selbst ging mir dabei schnell von der Hand, das Haltbarmachen viel mir um vieles schwerer. Der Klarlack auf dem Helm z.b. veränderte das Farbspektrum total und der Firnis auf der Jacke war wohl nicht optimal, deshalb überlebte sie Jahre später einen Schonwaschgang leider nicht.

Zwischendurch entstand meine "Schwarzweiße Serie". Eigentlich mehr aus Zufall. Ich machte mein erstes Aktgemälde in Farbe. Ich habe mir angewöhnt, mit dem Hintergrund zu beginnen, zuerst die schatten auf die Oberfläche zu bringen und danach die Farbe darüber zu brushen. So entstand so etwas wie ein Schwarzweißbild, das mir im Nachhinein besser gefallen hat als das Endergebnis. Da es inzwischen schon Internet gab und man damit in nur wenigen Minuten Bilder auf den Bildschirm laden konnte, suchte ich nach ähnlichem und fand einige Künstler, die solche schwarzweißfotos machten. Das geht auch mit Airbrush, dachte ich und so etstanden diese Werke.